Forschungsstipendium geht an Nachwuchswissenschaftlerin Rebekka Salgo

FRANKFURT - Der Deutsche Psoriasis Bund e.V. (DPB) verleiht sein Forschungsstipendium 2008 an Rebekka Salgo für die Untersuchung „Psoriasis und Co-Morbiditäten. Insulinresistenz in Folge der chronischen Entzündung als Vermittler eines erhöhten kardiovaskulären Risiokoprofils? Charakterisierung des Zytokinprofils im Psoriasis-Plaque per kutaner Mikrodialyse“. Mit dem von dem forschenden Arzneimittelunternehmen Wyeth Pharma unterstützten Stipendium von 12.000 Euro wird der Wissenschaftlerin ermöglicht, sich ein Jahr voll auf ihr Forschungsvorhaben zu konzentrieren. Die Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Schuppenflechte (DPB) fördert Forschungsvorhaben von jungen Wissenschaftlern, die neue Erkenntnisse zur Hautkrankheit Schuppenflechte und deren Therapie erwarten lassen. Die Ergebnisse sollen von großer Bedeutung für die Behandlung sein.

"Gemeinsam mit dem Deutschen Psoriasis Bund fördern wir gerne Nachwuchswissenschaftler, um einen Beitrag zur Unterstützung und Förderung der dermatologischen Forschung in Deutschland auf hohem Niveau zu leisten", so Andreas Sander, Geschäftsführer von Wyeth BioPharma. Ausgewählt wurde das Vorhaben vom Wissenschaftlichen Beirat des DPB.

Studien haben gezeigt, dass Schuppenflechte mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht. Daran knüpft die Forschung von Rebekka Salgo an: Die Wissenschaftlerin möchte herausfinden, welche Funktion bestimmte Eiweißstoffe (Adipokine) auf die Entzündung der Haut und auf das Herz-Kreislauf-System haben. „Es gilt herauszufinden, ob die chronische Entzündung der Haut mit der Verkalkung von Herzkranzgefäßen zusammenhängt.“ Dafür misst sie mit einem speziellen Verfahren (Mikrodialyse) die Konzentration der Adipokine in Psoriasis-Plaques und untersucht deren Rolle in der Vermittlung der Entzündung. Langfristiges Ziel ist es festzustellen, ob sich eine Therapie gegen die Entzündung, auch auf das erhöhte Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Menschen mit Psoriasis auswirkt. Im Idealfall könnte eine Therapie, die gegen die Entzündung der Schuppenflechte wirkt, parallel auch das Risiko der Psoriasis-Patienten für Herz-Kreislaufkrankheiten senken. Dieses Ergebnis wäre ein weiteres Argument dafür, dass die Schuppenflechte nicht nur als eine isolierte Hautkrankheit, sondern als Systemerkrankung zu verstehen ist.

„Man darf die Schuppenflechte nicht nur auf die Hautsymptome reduzieren, sondern sollte fragen, was macht die Entzündung im Körper? Daraus ergeben sich vielfältige Empfehlungen für die Psoriasis-Therapie. Vor allem könne man heute schon den Patienten raten, weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen zu vermeiden, wie etwa Rauchen und Übergewicht, da Schuppenflechte an sich schon ein Risikofaktor ist“, kommentiert Rebekka Salgo ihr Vorhaben.


(v. l.) Dr. Diamant Thaci, Dr. Jörg Boettcher, Hans-Detlev Kunz, Dr. Rebekka Salgo, Andreas Sander
Foto: juergenmai.com


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